Seid willkommen in meiner kleinen Welt! Tretet ein und schaut euch um.

Im Prinzip schreibe ich über alles, was mich bewegt, was mir wichtig ist und eine Rolle in meinem Leben spielt. Musik, Filme, Tiere, Mythen, Legenden, Sagen, unsere Reisen und Ausflüge, meine Familienforschung. Und auch einfach mal dummes Zeug. ;-)

Also tretet ein in meine kleine Welt, schaut euch in Ruhe um und wenn es euch gefällt, dann kehrt zurück.



Sonntag, 30. April 2017

FAUN - Walpurgisnacht (Offizielles Video)

Blessed Beltane

....und eine schöne Walpurgisnacht wünsche ich euch. 



Ich hoffe, ihr habt eure Besen schon entsprechend vorbereitet, abgestaubt oder aufgetankt, je nach Modell. ;-)

Ich habe heute Abend noch traditionsgemäß Etwas gebacken, zwar kein Brot, aber Quarkhörnchen. Auch sehr lecker. :-)

Nachher dann gemütlich bei Kerzenschein den Abend verbringen. Ein Feuer entzünden wir zuhause doch besser nicht. *g*

Und denkt daran: Auch heute Nacht gilt: Kein Alkohol am Steuer! Also....am Besenstiel!






Donnerstag, 27. April 2017

Brauchtum zum 1. Mai


Manche Bräuche wurden früher entwickelt, um sich vor den Hexen zu schützen.
Das Läuten der Kirchglocken in der letzten Aprilnacht soll die Hexen vertreiben bzw. unschädlich machen.
Auch geweihtes Salz auf der Türschwelle soll den Eintritt von Hexen verhindern, ebenfalls ein umgedrehter Besen, dessen Kehrseite in den Himmel ragt.
Es gibt mancherorts Kreidezeichnungen an Häuserwänden, um Hexen abzuwehren.
Junge Männer knallen mit Peitschen, um sie zu verjagen.
Misteln und Disteln werden zur Abwehr aufgehängt.
Diese Bräuche können auch heute noch in manchen Regionen beobachtet werden, wenn auch in einem anderen eher volksfestlichen Kontext.


Bekannt ist heute natürlich der Maibaum, der meistens auf dem Marktplatz aufgestellt wird und um den herum dann getanzt wird.
Getrunken wird oft eine Maibowle mit Waldmeister.

Das Maifeuer oder Hexenfeuer wird in vielen Teilen Deutschlands in der Nacht zum 1. Mai entfacht. Man will die bösen Geister vertreiben. Deshalb werden auch manchmal hölzerne Hexen meist von der Jugend angefertigt, die auf dem Feuer stehen und mit verbrannt werden. Wenn das Feuer inmitten der Nacht herunter gebrannt ist, findet in manchen Regionen der Maisprung statt. Verliebte springen gemeinsam über das Feuer.

Ich werde mich damit begnügen, in der Nacht des 30. April Kerzen anzuzünden, eine grüne und ein weiße. Aber natürlich erst, wenn ich mit meinem Besen wieder zuhause angekommen bin. 😂






Dienstag, 25. April 2017

Die Walpurgisnacht am 30. April


Im Lauf der Christianisierung war Beltane - das Fest zum Frühlingserwachen, welches in vielen Teilen Europas gefeiert wurde - der Kirche ein Dorn im Auge. Wie so viele andere heidnische Feste ebenfalls. Es wurde die Geschichte verbreitet, dass es sich bei den Feiernden um Hexen handelt, die sich mit dem Teufel verbünden. Die bevorzugten Plätze der Feiernden waren erhöht - Hügel, Felsen, Blocksberg - was an die irische Mythologie zur Grenze in die Anderswelt anknüpft. Hier spielten Hügel (Feen- bzw. Elfenhügel) ja eine große Rolle. Die Bewohner der Anderswelt, die Sidhe, wohnten in diesen Hügeln und zeigten sich auf den Hügeln an allen vier Hauptfesten im Jahr, eben auch an Beltane.

Große Feuer wurden entzündet. Sie waren gut sichtbar für alle, die sich angeblich auf fliegenden Besen oder Mistgabeln zum Festort begaben, um sich mit verschiedenen Mitteln zu berauschen und ausgelassen um das Feuer herum tanzend zu feiern.


Um das Fest zu beschließen, würde jede Hexe mit dem Teufel vermählt, Unzucht treiben, um dann mit einem Hexenmal gekennzeichnet zu werden und die Gabe der Hexerei zu erhalten.
Eine in diesem Zusammenhang sehr bekannte und besondere mystische Stätte ist, wie schon genannt, der Brocken im Harz. Und auf dem Hexentanzplatz, einer Felsplattform hoch über Thale, findet auch heute noch jedes Jahr am 30. April eine große Feier zur Walpurgisnacht statt.

Damals wurde versucht, durch Androhung von hohen Strafen, die Beteiligung der Bürger am Fest von Beltane zu verhindern. Wer offiziell als Hexe ernannt wurde oder im Verdacht stand sich mit dem Teufel zu verbrüdern, wurde aus der Gemeinde verbannt. Die Häuser der Geächteten kennzeichnete man mit Kreide.

Parallel dazu setzte die Kirche die heilige Walpurga als Schutzpatronin für Bäuerinnen und Mägde ein, die sie vor dem Bösen beschützen sollte. Daher erhielt der Abend bzw. die Nacht vor dem 1. Mai ihren Namen: Walpurgisnacht. Die heilige Walpurga hat also mit dem Brauchtum und den mythologischen Wurzeln dieses Festes inhaltlich nichts zu tun.

Quelle: philognosie.net






Montag, 24. April 2017

In einer Woche beginnt der Mai

Und damit steht bei uns auch die Walpurgisnacht vor der Tür. In Irland und Schottland feiert man Beltane, in Wales heißt es Calan Haf oder Calan Mai. Es ist keltischen Ursprungs und ähnelt in Bräuchen und Traditionen stark der Walpurgisnacht, alles wird in der Nacht zum 1. Mai gefeiert.  

Im Gegensatz zum Frühlingsfest Ostara, wenn die Natur ganz zaghaft wieder zu erwachen beginnt, ist an Beltane die Blüte bereits in vollem Gange, die jungen Pflanzen sind grün und saftig. Es ist oft schon richtig warm und man ahnt bereits den Übergang vom Frühling zum Sommer. Leider ist das im Moment ja nicht der Fall, aber vielleicht wird es noch rechtzeitig zum Wochenende doch Frühling. 


Beim Calan Haf in Wales wurden die Häuser mit Weißdornzweigen geschmückt. Auch hier wurden Feuer entzündet und man trank Metheglin, ein Honigwein mit Zimt und Nelken gewürzt. 



An diesem Tag wurde außerdem offiziell ein Platz im Dorf "eröffnet", an dem auch während der Sommermonate Musik gespielt und getanzt wurde sowie andere Veranstaltungen stattfanden. Das erinnert an das heutige Aufstellen des Maibaums auf dem Marktplatz. 
Außerdem wurde das Vieh zwischen den Feuern hindurch geführt, um es vor Krankheiten zu schützen. War es bereits krank, wurde es direkt ins Feuer geworfen. Kein sehr schöner Gedanke...aber es war eben eine andere Zeit. 

Dann gab es noch den Brauch der Strohpuppen. Wenn ein Mann seine Liebste an einen anderen Mann verloren hatte, baute er eine Strohpuppe, die seinen Widersacher darstellen sollte und hing sie für alle sichtbar im Dorf auf. Das führte nicht selten zu Kämpfen zwischen beiden Männern.

Wie und wo auch immer gefeiert wird, überall gilt die Nacht zum 1. Mai als magische Nacht, in der die Schleier zwischen den Welten dünn sind und auch Feen, Elfen und Kobolde von ihren Hügeln kommen und feiern. 

Im Harz fliegen die Hexen zum Brocken und tanzen und feiern dort die Walpurgisnacht. Dieser Kult wird dort auch heute noch gepflegt, besonders am Hexentanzplatz in Thale. 


Fortsetzung folgt...



  

Montag, 17. April 2017

Kurzurlaub an Mosel und Rhein - Teil 2: Koblenz

Am Ostersonntag haben wir auf der Rückfahrt dann noch für ein paar Stunden Halt in Koblenz gemacht. 
Hier fließen Mosel und Rhein zusammen und die 110.000 Einwohnerstadt verbindet römische Geschichte mit moderner Kultur und Kommerz. 

Über der Stadt am anderen Rheinufer thront die Festung Ehrenbreitstein, die man mit einer Seilbahn erreichen kann. Preußen errichtete sie zwischen 1817 und 1828 und es ist zweitgrößte in ganz Europa. Erste Besiedlungen des Plateaus gab es aber schon in vorchristlicher Zeit. An der Festung finden heute zum einen Konzerte und Events statt, zum andere ist dort auch das Landesmuseum Koblenz untergebracht. 




Sehenswert und ein Touristenmagnet ist natürlich das Deutsche Eck, wo die Mosel in den Rhein mündet. Und über allem thront Kaiser Wilhelm und wacht über sein Reich. Die Statue wurde 1897 errichtet, allerdings verlor die Statue im 2. Weltkrieg seinen Reiter. Erst seit 1993 sind Pferd und Reiter wieder vereint.








 Oben: Links die Mosel, rechts der Rhein





 Das Oberlandesgericht am Rheinufer von Koblenz



 Ein paar Eindrücke aus der Altstadt von Koblenz. Oben: der Jesuitenplatz



 Oben: Eine Gasse vom Florinsmarkt hinunter zum Moselufer

 Die Basilika St, Kastor ist die älteste Kirche von Koblenz, geweiht im Jahr 832. Hier wurde im Mittelalter über die Teilung des Fränkischen Reichs verhandelt. 



Oben noch einmal die Basilika mit ihrem ebenfalls sehenswerten Garten. 

Und hier noch ein paar Frühlingsimpressionen





Kurzurlaub an Mosel und Rhein - Teil 1: Trier

Von Karfreitag bis Ostersonntag waren wir in Trier und Koblenz und haben uns einfach mal eine kleine Auszeit genommen. Hier ein paar Eindrücke der ältesten Stadt Deutschlands, denn diesen Titel beansprucht Trier für sich....und anhand der Geschichte glaube ich das auch. 

Zunächst einmal Fotos vom Wahrzeichen der Stadt, der Porta Nigra. Unser Hotel war direkt gegenüber und wir hatten einen tollen Ausblick beim Frühstück. Porta Nigra bedeutet Schwarzes Tor, aber diesen Namen bekam es erst im Mittelalter. Ursprünglich hieß es Porta Martis (Tor des Mars) und war das größte römische Stadttor nördlich der Alpen. Errichtet wurde die Porta Nigra um 180 nach Christus und ist damit über 1.800 Jahre alt. Es ist aus hellen Sandsteinquadern und durch einige Brände und Kriege ist teilweise fast schwarz geworden. Außerdem waren mehr als 800 Jahre lang zwei Kirchen in das Tor eingebaut. 










  

Der Hauptmarkt ist der Mittelpunkt der Stadt. Rundherum findet man Geschäft, Cafés, Restaurants sowie den Trierer Dom und die Kirche St. Gangolf.





Es lohnt sich, auch nach oben zu schauen, denn fast jedes Haus hat sehenswerte architektonische Besonderheiten. 



 Auch bei Nacht ist Hauptmarkt von Trier einen Besuch wert. 



Ich habe nicht gezählt, wie viele Kirchen Trier hat, aber es sind nicht wenige. Die beeindruckendste ist sicher der Dom St. Peter. Und direkt daneben steht die Liebfrauenkirche, aus dem 13. Jahrhundert und im gotischen Stil erbaut. Der Dom hat seine Ursprünge im 4. Jahrhundert.












 Rechts die Liefrauenkirche. Leider konnten wir sie nicht im Inneren besichtigen, da aufgrund von Karfreitag und Ostern beide Male "Stille Gebete" stattfinden, als wir da waren.




Und hier noch weitere sehenswerte Plätze in Trier:

 Die alten Kaiserthermen, wo die Römer gebadet haben





 Der Frankenturm in der Altstadt von Trier

 Blick auf Trier von der Porta Nigra

 Das Kurfürstliche Palais aus dem 18. Jahrhundert mit seinem traumhaften Palastgarten. Da es heute ein Behördensitz ist, kann es nicht besichtigt werden. Aber allein der Garten lohnt sich schon, besonders jetzt im Frühling. 






 Und dies war bei einer kleinen Moselrundfahrt. 
Oben sieht man den ältesten Weinberg von Trier. 

Ob Trier nun tatsächlich die älteste Stadt Deutschlands ist, ist eigentlich egal. Auf alle Fälle ist es eine sehr geschichtsträchtige und schöne Stadt, die eine Reise wert ist.